BIKEPACKING • FOTOGRAFIE

Flensburg-Møn-Gedser in 6 Tagen. Ein Reisebericht über mein erstes Bikepacking-Abenteuer. Dänemark ist für Bikepacker ein wahres Paradies. Das Land bietet eine sehr gute Infrastruktur für Fahrradfahrer. Das Radwegenetz ist sehr gut ausgebaut und es finden sich zahlreiche, teilweise kostenlose Übernachtungsmöglichkeiten.

Inhaltsverzeichnis

Bikepacking in Dänemark

Warum Dänemark?

Neben meiner ausgeprägten Affinität für die skandinavischen Länder, ist es für mich die leichte Erreichbarkeit des Landes gewesen, die anfängerfreundliche Landschaft und auch das maritime Flair entlang der Küsten, welches mein Blut als Exil-Rostocker in Wallung bringt.

Wetter

Schietwetter in Skandinavien?

Wenn man nach Skandinavien fährt, muss man immer damit rechnen, dass man Wetterpech haben kann. Auch im Frühling und sogar im Hochsommer kann dir das passieren. Ich habe zum Beispiel in Südschweden im Hochsommer schon 2 Wochen lang mediterrane Temperaturen ohne Niederschlag erlebt und zur gleichen Jahreszeit in einem anderen Jahr hat es an 11 von 14 Tagen nur geregnet. Im Zweifel sollte man also immer für Schietwetter gerüstet sein.

Tipp: Wenn du mit der Bahn anreist, kannst du dir im Vorfeld auch Flextickets kaufen und gegebenenfalls kurz vor Antritt der Reise (gegen kleine Gebühr) stornieren, falls der Wetterbericht nichts Gutes erwarten lässt und du nicht durch den Regen fahren willst.

Temperaturen im Mai

Ich bin meine Bikepacking-Tour Mitte Mai gefahren und hatte viel Glück mit dem Wetter. Nur in der letzten Nacht gab es ein kleines Gewitter nach einem schwülen Tag. Ansonsten hatte ich am Tag Temperaturen von 14°C bis 22°C. Also nicht zu warm und auch nicht kalt – einfach ideal zum Radfahren! In der Nacht lagen die Temperaturen zwischen ca. 5°C bis 12°C.

Der Mai in Dänemark ist im Durchschnitt einer der sonnenreichsten Monate des Landes. Es kann nachts manchmal noch recht kalt werden, aber in der Regel sind die Temperaturen bereits im Plusbereich.

Wind

In Dänemark herrscht überwiegend Westwind. Ich habe meine Tour daher so geplant, dass ich möglichst viel Rückenwind habe. Das heißt, ich bin von West nach Ost gefahren.

Reiseplanung

Die Planung der Reise begann für mich etwa 3 Monate nachdem ich mir mein erstes Gravelbike zugelegt habe. Ich bin über 10 Jahre lang gar kein Fahrrad gefahren und habe mir dann irgendwann ein eBike für meinen 15 km langen Arbeitsweg zugelegt. Das Gravelrad hat keine Motorunterstützung und es hat mir von der ersten Sekunde an so wahnsinnig viel Spaß bereitet, dass ich bald anfing mich mit dem Trendthema Bikepacking zu beschäftigen.

Ich habe mir über mehrere Wochen hinweg immer mal wieder etwas Ausrüstung, wie Taschen, Zelt, Schlafsack usw. besorgt und die heiße Planungsphase fing dann eigentlich erst ca. 2 bis 4 Wochen vor der Radtour an. Ich habe dazu überwiegend Komoot in der Premium-Version benutzt und kann das sehr empfehlen.

Bikepacking-Route

Zunächst hatte ich geplant die Nordseeküste hochzufahren, aber zwei Dinge haben mich dann doch davon abgehalten:

1. Für Zugverbindungen in den Norden Dänemarks braucht man so ziemlich einen ganzen Tag und das war mir zu lang.
2. An der Nordseeküste ist es tendenziell recht windig und ich war mir nicht so sicher, ob mich das auf Dauer nicht nerven würde.

So habe ich mich letztlich dazu entschieden den Süden Dänemarks von Westen nach Osten zu durchqueren. Als Option, falls es gut läuft, habe ich noch einen Abstecher auf die Insel Møn zum Kreidefelsen geplant. Sollte es nicht so gut laufen, würde ich Møn einfach auslassen und so locker 100 km weniger fahren. Schließlich konnte ich mangels Erfahrung überhaupt nicht ernsthaft einschätzen, wie viel Strecke ich am Tag schaffen würde.

Beware of Deutsche Bahn!

Ursprünglich wollte ich von Esbjerg an der Nordseeküste im Südwesten Dänemarks nach Gedser im Südosten fahren. Leider hat es die deutsche Bahn nicht hinbekommen, eine praktikable Verbindung für Radreisende anzubieten. Im IC und ICE sind die reservierungspflichtigen Fahrradplätze leider sehr begrenzt und man muss bei stärker frequentierten Verbindungen tatsächlich sehr frühzeitig buchen, um noch einen Platz für das Rad zu ergattern. Soviel zur Verkehrswende in Deutschland. Die alternativen vorgeschlagenen Verbindungen beinhalteten 5 bis 6 Mal umsteigen, mit Zeitfenstern von teilweise nur 5 Minuten. Meine Erfahrungen mit der Pünktlichkeit der Bahn haben mich von einer Buchung abgehalten.

Ich habe daher etwas umgeplant und bin stattdessen von Flensburg nach Gedser gefahren. (Spoiler: Pünktlich angekommen bin ich trotzdem nicht.)

Radwegenetz

Das Radwegenetz in Dänemark gehört vermutlich zu den besten in Europa. Auch wenn dort trotzdem noch Luft nach oben ist – im Vergleich zu Deutschland kam ich mir vor, wie im Radfahrer-Himmel. Oft hat man asphaltierte Radwege direkt neben der Straße. Ansonsten ist fast jede Straße so breit, dass rechts vom Begrenzungsstreifen genug Platz für Radfahrer bleibt. Nur selten muss man sich die normale Spur mit den Autos teilen. Der Platz neben dem Begrenzungsstreifen ist allerdings nicht superbreit, sodass Autofahrer zum Teil schon recht dicht überholen, insbesondere bei Gegenverkehr. Man sollte hier also nicht „herumeiern“.

Anders als in Deutschland habe ich übrigens keinerlei Aggressionen von Autofahrern wahrgenommen. Es war immer ein entspanntes Vorankommen, bei viel weniger Verkehr, als gewohnt. Im Großraum Kopenhagen mag das vielleicht anders aussehen.

Sprache

Sich in Dänemark zurechtzufinden ist sehr leicht. Alles ist ausgeschildert und die Bevölkerung spricht zu 99% Englisch und sehr viele Dänen sprechen sogar Deutsch. Viele dänische Wörter versteht man auch beim Lesen. Ich hatte ausschließlich sehr freundliche Begegnungen und Unterhaltungen mit Einheimischen und anderen Touristen.

Versorgung beim Bikepacking-Abenteuer

Dänemark ist ein dicht besiedeltes modernes Industrieland im Norden Europas. Es gibt eine handvoll Großstädte, ansonsten überwiegend Kleinstädte und Dörfer. Anders als in Deutschland, kann man in vielen Tankstellen außer Sprit nichts kaufen, da es überwiegend Automatentankstellen sind. Da man aber alle paar Kilometer einen Supermarkt findet, ist das kein Problem. Die Supermärkte sind zudem in der Regel auch sonntags geöffnet und nicht selten trifft man auf tägliche Öffnungszeiten von 7.00 bis 22.00 Uhr. Paradiesische Zustände also, wenn du ohne Küche unterwegs bist. Die Preise sind mit denen in Deutschland vergleichbar.

Wenn du lieber in der Gastronomie speisen möchtest, solltest du ein deutlich höheres Budget einplanen. Wenn ich nicht im Supermarkt war, habe ich überwiegend an Imbissbuden gespeist. Das ist allerdings mit Vorsicht zu genießen, vor allem, wenn du etwas sportlicher unterwegs sein möchtest, denn die Dänen lieben Fast-Food und große Portionen. An jeder Ecke gibt es Pizza, Burger, Pommes und Pølser (skandinavische Hot-Dog-Variante,  die du bestimmt aus einer großen Möbelhauskette kennst). Zu viel von dem Zeug kann sich beim Radfahren dann natürlich rächen.

Übernachtung

Ein echtes Dach über dem Kopf

Für Bikepacker finden sich in Dänemark zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten. Wer es gern etwas komfortabler mag, kann in Gästezimmern, Pensionen oder Hotels absteigen. Das kostet dann aber je nach Saison gerne mal 100 € und mehr pro Nacht.

Campingplatz

Ein Klassiker ist natürlich der Campingplatz. Die Campingplatzpreise unterscheiden sich eigentlich nicht von denen in Deutschland. Der große Vorteil von Campingplätzen ist für mich die vorhandene Infrastruktur. Nach zig Kilometern auf dem Bike ist mir eine Dusche einfach sehr willkommen und auch eine normale Toilette und fließend Wasser weiß ich zu schätzen.

Shelter/Schutzhütte

Wenn du allerdings Bock auf mehr Abenteuer hast, kannst du auf ein dichtes Netz von Sheltern im ganzen Land zurückgreifen. Ein Shelter ist eine Schutzhütte, meist an einer Seite offen. Viele davon kannst du kostenlos beziehen, manche müssen für einen schmalen Taler online gebucht werden. Oft gibt es eine Feuerstelle, manchmal sogar eine Biotoilette und fließend Wasser.

Bei Sheltern gilt die Regel „Wer zuerst kommt, malt zuerst.“. Ist eine Hütte schon besetzt, kannst du Glück haben und die daneben ist noch frei oder ihr rückt etwas zusammen. Im Zweifel fährst du einfach nochmal 10 bis 20 km bis zur nächsten Hütte oder du stellst dein Zelt einfach in der Natur auf, was unter bestimmten Bedingungen in Dänemark erlaubt ist.

Doch wie findet man ein Shelter? Ganz einfach! Es gibt eine Webseite, in der die Shelter auf einer Karte eingetragen sind. Die Seite enthält außerdem viele Infos zu den einzelnen Plätzen:

Tipp: Wenn du die Seite mit Chrome öffnest, kannst du sie dir direkt im Browser übersetzen lassen.

Wenn du, wie ich, deine Bikepacking-Tour mit Komoot-Premium planst, kannst du dir auch dort, neben vielen anderen nützlichen Dingen, Shelter anzeigen lassen.

Bikepacking-Setup

Auf das genaue Setup werde ich in Kürze in einem gesonderten Artikel ausführlich eingehen. Dort erzähle ich dir alles über meine Ausrüstung. Details über das Fahrrad. Was genau habe ich mitgenommen? Was habe ich vermisst? Was war zu viel? Was würde ich beim nächsten Mal anders machen? Aber bis dahin nur soviel: Mir war es wichtig, dass ich nicht zu viel mit mir herumschleppe und bin recht minimalistisch unterwegs gewesen. So habe ich zum Beispiel auch auf eine Küche verzichtet und mich einfach unterwegs versorgt. Übernachtet habe ich meistens in einem kleinen 1-Personen-Zelt mit Luftmatratze und Schlafsack.

Navigation

Nach der Tourenplanung per Komoot-Premium, habe ich Komoot natürlich auch zur Navigation benutzt. Allerdings nicht auf dem Handy, da dieses viel zu viel Strom frisst, sondern  auf meinem Garmin Fahrradcomputer. Ich bin hin und wieder von der geplanten Route etwas abgewichen, wenn ich Lust darauf hatte. Das Komoot-Navi stellt sich dann einigermaßen darauf ein. Ich hatte auf den ca. 550 km 2 kleinere Navigationsfails, die aber nicht passiert wären, wenn ich etwas besser aufgepasst hätte. Unterm Strich hat das schon sehr gut funktioniert.

Tag 1

Flensburg - Vikær Strand Camping

Anreise

Die Anreise nach Flensburg war etwas holprig, weil es in Hamburg eine Großraumstörung gab und mein Zug von Berlin nach Hamburg zudem Verspätung hatte. Am Ende kam ich gegen 14 Uhr statt um 13 Uhr in Flensburg an. Das war zu verschmerzen.

Los geht's

Vom Bahnhof Flensburg ging es also endlich los. Die deutsch-dänische Grenze erreicht man bereits nach etwa 5 km und zack ist man in Dänemark.

Nach den ersten Kilometern hab ich mir etwas Sorgen gemacht, ob ich mit den relativ neuen BIB-Shorts klarkomme, denn schon nach kurzer Zeit tat mir der Hintern bereits etwas weh. Vermutlich habe ich aber nur zu lang in der Bahn rumgesessen.

Ich hatte ursprünglich geplant ca. 70 km am ersten Tag zu fahren, allerdings mit der Option bereits nach 45 km an einem Campingplatz zu übernachten, falls ich die 70 km nicht schaffen sollte. Meine bisher längste Radreise waren nämlich gerade mal 65 km und das mit einem eMTB. Ich hatte also keine Ahnung, ob ich es überhaupt schaffen kann, täglich 50-100 km auf einem normalen Rad zu fahren.

Aufgrund meiner verspäteten Ankunft in Flensburg und weil ich es vorsichtig angehen wollte, habe ich nach ca. 2,5 Stunden und 50 Kilometern mein erstes Nachtlager auf besagtem Campingplatz aufgeschlagen.

Tagesziel erreicht

Beim Campingplatz Vikær Strand Camping wurde ich sehr freundlich empfangen. Der Platz ist top ausgestattet. Nach dem Aufbau meines Zeltes habe ich mir in dem kleinen Shop des Zeltplatzes eine Pizza geordert und ein kleines Bierchen gegönnt.

Danach noch ein kleiner Spaziergang am Strand entlang und eine Dusche und dann früh in die Koje, denn am nächsten Tag wollte ich fit sein und etwas mehr Strecke schaffen.

Bilder des 1. Tages

Tag 2

Vikær Strand Camping - Assens

Der frühe Vogel...

Um 5.30 Uhr bin ich aufgestanden und hab ganz entspannt alles wieder zurück in die Bikebacking-Taschen gepackt gequetscht, sodass ich schon um 7.30 Uhr wieder auf dem Rad war.

Meine erste Station an diesem Tag war ein Supermarkt nach knapp 10 km. Dort habe ich mir Croissants, ein Muffin und ein Eiskaffee zum Frühstück geholt und Müsliriegel und Bananen für den Tag.

Da geht noch was

Nach 65 km war ich noch vor Mittag bereits in Middelfart. Es ist die erste kleine Stadt im Nordwesten der Insel Fünen und liegt direkt hinter der Brücke die vom dänischen Festland (Jütland) zur Insel führt.

Geplant waren für diesen Tag 80 km, sodass es jetzt nur noch 15 km bis zum Shelter waren. So früh wollte ich allerdings noch nicht vom Sattel steigen. Also bin ich weiter gefahren in Richtung Süden nach Assens.

Dort bin ich gegen 15 Uhr angekommen und habe mir Mittagessen am Hafen besorgt. Danach bin ich im Campingplatz CampOne eingescheckt, der direkt am Kleinen Belt schön gelegen ist und am Abend Gelegenheit zu Fotos vom Sonnenuntergang bot.

No risk – more fun?

Ich hätte auch noch etwas weiter fahren können, aber ich dachte mir 105 km reichen. Immer mit der Ruhe – bloß nicht übertreiben und sich vielleicht am 3. Tag mit Schmerzen und Muskelkater quälen. Schließlich war ich bis dahin nie auch nur annähernd so viel am Stück gefahren, wie an diesem Tag. Erstmal schauen, wie es sich am nächsten Tag anfühlt.

Also Zelt aufgebaut, Füße in den Kleinen Belt gehalten und dann einen Einkauf und eine kleine Fototour mit dem Rad durch die Gegend gemacht.

Abends am Strand habe ich meine Kamera Richtung Sonnenuntergang positioniert, als mir auffiel, dass permanent kleine durchsichtige Garnelen seelenruhig von links nach rechts im flachen Wasser vorbeischwammen. Ein tolles kleines Naturschauspiel.

Bikepacking-Setup hält

Nachdem ich nun schon 150 km unterwegs war, war ich auch sehr glücklich, dass mein Setup aus Bikepacking-Taschen gehalten hat, was ich mir davon versprochen habe. Alles hatte seinen Platz und nichts hatte sich gelöst oder war im Weg. Ich war mir sicher – so konnte es weitergehen.

Tag 3

Assens - Rudkøbing

Fahrradreparatur am Morgen

Am Morgen des dritten Tages bin ich relativ spät aus dem Zelt gekrochen und habe mich erst gegen 10.30 Uhr auf den Weg gemacht, nachdem ich meinem Fahrrad noch etwas Liebe gegeben habe. Die Gangschaltung hakelte etwas und trotz völliger Ahnungslosigkeit gelang es mir, dank YouTube und Multitool, die Schaltung neu einzustellen.

Von Assens ging es nun weiter über Faaborg bis nach Rudkøbing auf Langeland. Mehr oder weniger immer schön an der südlichen Küste Fünens entlang.

Überrascht hat mich übrigens wie hügelig die Landschaft hier in Süddänemark seit Flensburg war. Bei meinen früheren Besuchen in Dänemark war ich eher im Norden Jütlands, auf Falster oder Seeland unterwegs. Dort ist es meist um einiges flacher. Da ich selbst in Mecklenburg aufgewachsen bin und nun in Brandenburg lebe, waren diese eher kleinen aber stetigen Anstiege schon eine kleine Herausforderung für mich, die ich aber gern angenommen habe. So habe ich auch gelernt, wozu eigentlich die leichteren Gänge an meinem Rad verbaut sind 😛

Im Hafen von Faaborg

In Faaborg habe ich einen Zwischenstopp zum Mittagessen eingelegt. Faaborg war für mich ein echtes Highlight auf der Bikepacking-Tour. Ein schnuckliges kleines Fischerstädtchen, bei dem ich am Hafen hervorragend und mit bestem Ausblick auf Hafen und Stadt gegessen habe.
Nach dieser Stärkung ging es weiter Richtung Svendborg und dann über die Insel Tåsinge rüber nach Rudkøbing auf Langeland.

Übernachtung in Rudkøbing

In Rudkøbing habe ich mein Zelt bei einer günstigen Bed&Breakfast-Unterkunft aufgestellt. Begrüßt wurde ich sehr freundlich mit einem kühlen Begrüßungsbier, welches mir nach 82 km einfach himmlisch schmeckte!

Nach dem Zeltaufbau habe ich dann die sehr schöne Stadt Rudkøbing mit dem dem Rad (was sonst?) erkundet. Rudkøbing hat eine schöne Innenstadt und einen kleinen Hafen, der unter anderem einen Blick auf die Brücke von Tåsinge nach Langeland bietet. Auch hier habe ich wieder eine abendliche Fotosession eingelegt. Schön, wenn sich zwei Leidenschaften so gut verbinden lassen.

Tag 4

Rudkøbing - Vordingborg

Fährüberfahrt nach Lolland

Nach der üblichen Stärkung am nächsten Supermarkt mit Croissants und Eisespresso kam ich genau rechtzeitig zur Fährüberfahrt nach Lolland an. Ich hatte mein Fahrrad noch gar nicht ganz angeschlossen, da fuhr der Kahn schon los. Die Fährüberfahrt hat inkl. Fahrrad umgerechnet ca. 12 € gekostet und war ganz entspannt. Das Ticket dafür bekommt man vor Ort an einem mehrsprachigen Automaten.

Wenig LOL in Lolland

In Lolland angekommen, erwartete mich eine etwas andere Landschaft. Keine Hügel mehr, keine echten Anstiege und somit auch keine Abfahrten. Zudem gingen die Straßen oft einfach nur schnurgeradeaus. Das empfand ich als einigermaßen eintönig und langweilig. Ich hing irgendwann mit den Ellenbogen nur noch in den Lenkerhörnchen, habe stoisch auf die Strecke vor mir geblickt und einfach Strecke gemacht. Vielleicht hat mir auch die Küste etwas gefehlt, denn ich habe Lolland abseits der Küste durchquert.

Zum ersten Mal auf meiner Reise hatte ich nun auch körperlich ein paar Beschwerden. Ich habe oft meine Handposition am Lenker gewechselt, weil es ständig in den Händen wehtat. Auch deshalb war die Position mit den Ellenbogen im Lenker angenehmer. Und auch der Sattel drückte unangenehm. Die letzten 3 Tage haben offenbar doch ihre Spuren hinterlassen. Nach ca. 50 km hatte ich mich dran gewöhnt oder es einfach ignoriert.

Der beste Plan ist kein Plan

Auch an diesem Tag bin ich von meiner Planung abgewichen und habe nicht Station am Campingplatz Guldborg gemacht, denn ich war schon um die Mittagszeit dort. Stattdessen habe ich mir in einem Supermarkt etwas zu Essen besorgt und es gemütlich am kleinen Yachthafen verspeist. Danach hab ich nochmel etwas an der Schaltung herumgeschraubt, die sich offenbar wieder ein bisschen verstellt hatte.

Das Mittagessen in maritimer Umgebung hat mir Kraft gegeben für weitere Kilometer und so bin ich weitergefahren über Falster bis nach Vordingborg im Süden Seelands und ich sollte es nicht bereuen.

Vordingborg oder Seeland stand eigentlich gar nicht auf meiner Liste. Aber so ist ein Bikepacking-Abenteuer offenbar – es passiert immer mal etwas Unvorhergesehenes und genau das macht unter anderem den Reiz aus. Dass ich im Vorfeld meine Radreise almanmäßig total überplant hatte, war mir zu diesem Zeitpunkt schon längst klar.

Aprospros „unvorhergesehen“: Offenbar hatte ich nicht bemerkt, dass ich noch ein Shelter in meiner Komoot-Route gespeichert hatte, welches direkt an einer Kiesgrube lag, inmitten derer ich mich plötzlich befand. Ich konnte sie aber einfach durchfahren und bin mit einem Schmunzeln über meinen kleinen Fail und Umweg auf der anderen Seite wieder herausgefahren (okay, ich musste zum ersten Mal auf meiner Reise schieben). Ein paar Kilometer weiter wartete mein Ziel für diesen Tag.

Endlich wieder Wasser

In Vordingborg am Campingplatz Ore Strand Camping angekommen, begrüßt mich ein tiefenentspannter Platzwart, der auf meine Frage, ob er hier der Chef sei, antwortete: „Only if my wife is not here!“. LOL!
Er bot mir einen günstigen und windgeschützten Platz direkt am Wasser an.

Beim abendlichen Foto-Spaziergang am Strand traf ich auf drei Einheimische, die es offenbar völlig normal fanden, bei stürmischem Wind in die 14°C „warme“ Ostsee zu hüpfen. Nur der Wind sei „ein bisschen kalt“.

Ein paar Klamotten, die ich auf dem Campingplatz teilweise per Hand durchgewaschen hatte, trockneten jedenfalls in Windeseile auf den Abspannseilen meines Zeltes. Die ganz starke Brise hat mein Zelt dabei nicht abbekommen, weil es direkt an einem Schutzwall aufgebaut war.

So konnte ich auch die Nacht in 10 Metern Entfernung vom Wasser sehr genießen. Wellengeräusche und salzige Meeresluft – was will man mehr!?

Tag 5

Vordingborg - Møn

Entspannt Richtung Møn?

Um 9.30 Uhr war ich an diesem Morgen auf der Straße. Ich hatte es nicht eilig, denn keine 50 km trennten mich von meinem Tagesziel Camp Møns Klint. Der Wind, der leider gedreht hatte und nun von Osten kam (also genau die Richtung, in die ich fuhr) und auch die zu erwartenden Höhenmeter machten mir keine Sorgen. Nun wird sich mancher fragen, welche Höhenmeter ich meinen könnte, aber da wo ich herkomme, gelten Erhebungen von über 100 Metern als Berg. Punkt! Und Møns Klint liegt sogar 128 Meter über Null 😉

Ganz so entspannt wie erwartet lief es dann aber doch nicht, denn mitten auf der Königin-Alexandrine-Brücke, die von Kalvehave auf Seeland nach Møn führt, fiel mir bei gefühlt Windstärke 8 in luftiger Höhe tatsächlich ein Pedalarm ab. WTF!? Ein auseinanderfallendes Fahrrad ist so ziemlich das Letzte, was man als Bikepacking-Anfänger erleben möchte.

Zum Glück ist mir nichts Entscheidendes bei dieser Aktion verloren gegangen oder gar von der Brücke gefallen. Naja, nur so ein kleines Plasteknupsi, das normalerweise im Hollow-Tretlager steckt, war nicht mehr aufzufinden. Das hat mir schon ein wenig Sorgen bereitet, aber nach der Reparatur mit meinem Multitool schien alles erstmal wieder okay zu sein. Ich konnte die Brücke jedenfalls ohne weitere Auffälligkeiten, wie ein Eiern unterm Schuh, welches ich vor dem Pedalarmverlust kurz verspürte, überqueren. Ich hatte also die Insel Møn erreicht und erstmal an einer Raststätte Mittag gegessen.

Lieber einen Profi fragen

Mein weiterer Weg führte mich direkt an einem Fahrradladen in Stege vorbei, bei dem ich dann kurz hielt und mal wegen meines Tretlagers nachfragte.

Der sehr freundliche Mitarbeiter war der Meinung, dass es tatsächlich kein größeres Problem wäre, aber er würde mal schauen, ob er so ein Plastikteil da hätte. Und tatsächlich schraubte er mir 2 Minuten später einen passenden Ersatz ins Tretlager und zog die Schrauben des Pedalarms nochmal mit dem Drehmomentschlüssel nach.
Geld wollte er dafür nicht haben und so bedankte ich mich überschwänglich und schrieb noch vor dem Laden eine postive Google-Bewertung für den Laden, um mich auf diesem Wege erkenntlich zu zeigen.

Hoch, Runter, Hoch, Runter, Hoch

Der Weg nach Møns Klint war dann tatsächlich, wie erwartet, vergleichsweise steil, aber gut zu bewältigen. Ich schlug mein Lager auf und staunte über die Größe des sehr weitläufigen Areals. Es dauerte nicht lang, bis ich bemerkte, dass diese Gegend offenbar ein kleines MTB-Mekka ist. Die vorhandene Mountainbike-Dusche auf dem Campingplatz war ein erster Hinweis darauf.

Nachdem ich mein Lager routiniert aufgebaut hatte, machte ich mich erstmal auf den Weg zum nächsten Mini-Supermarkt. Der lag in Klintholm Havn. Nun liegt ein Hafen naturgemäß nicht unbedingt 120 Meter über Normalnull. Also den Berg (ja, es ist ein Berg!) wieder runtergeprescht, eingekauft und wieder hoch zum Lager.

Dann war es Zeit die Gegend zu erkunden und natürlich zum bekannten Kreidefelsen zu fahren, um (du ahnst es schon) zu fotografieren. Also Komoot auf dem Radcomputer klargemacht und los ging’s.
Ich war dann doch etwas irritiert, dass es auf einem waldigen Trail schon wieder bergab ging. Sollte ich heute noch ein drittes Mal Møns Klint erklimmen müssen? Mehr oder weniger ja! Denn nun fand ich mich mitten im Mountainbike-Paradies wieder. Es ging rauf und runter und buchstäblich über Stock und Stein an Abgründen vorbei über die hiesigen Trails. That was fun! Ich gebe zu, dass ich nicht überall hochkam und so musste ich das zweite und letzte Mal auf meiner Dänemark-Tour das Rad auch mal schieben. Aber was willste machen, wenn im kleinsten Gang entweder das Vorderrad hochkommt oder das Hinterrad durchdreht.

Der Ausflug hat jedenfalls richtig viel Spaß gemacht und war auch eine willkommene Abwechslung zu dem vielen Asphalt, auf dem ich bisher überwiegend unterwegs war.

Lagerfeuer im Camp

Abends im Camp stolperte ich gerade wieder Mal mit meiner Kamera in Richtung Sonnenuntergang, als mich ein belgisches Ehepaar einlud, mich mit an ihr Feuer zu setzen und wir unterhielten uns über eineinhalb Stunden angeregt über alles Mögliche. Es ist immer eine besondere Freude für mich, Menschen aus anderen Ländern kennenzulernen und mich mit ihnen auszutauschen.

Gegen 22.30 Uhr lag ich dann in der Koje und blickte mit etwas Wehmut auf den kommenden Tag, denn ich wusste, es würde der letzte Tag meines wunderbaren Bikepacking-Abenteuers sein.

Tag 6

Møn - Gedser

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Ab in den Süden!

Mein letzter Bikepacking-Tag begann logischerweise mit ein paar Kilometern Abfahrt, die ich sehr genossen habe. Ziel des Tages war ein Campingplatz nach 95 km und ca. 10 km vor Gedser, wo ich am folgenden Morgen auf der Fähre nach Rostock einchecken würde.

Ein besonderes Highlight war nach 42 km die Fährüberfahrt von Bogø nach Falster, die mit einer kleinen Holzfähre Baujahr 1959 stattfand. Man kommt sich auf der kurzen Fahrt vor, wie auf einem fahrenden Museum, während der Schiffsdiesel unter Deck stoisch bollernd seine Arbeit verrichtet.

Gravel at it's best

Ich bin von der geplanten Komoot-Route an diesem Tag immer wieder abgewichen, um so viel Meeresluft wie möglich zu tanken. Also immer schön, vor allem auf Falster, die Küste entlang. Dort findet man perfekte Gravelstrecken oft direkt am Wasser.

Neben der natürlichen Umgebung für mein Gravelbike bietet diese Kulisse natürlich auch immer wieder tolle Fotomotive.

Wozu sind Strände da?

Die Ostküste von Falster wartet mit kilometerlangen Sandstränden auf, die im Mai noch sehr einsam sind. Diese Tatsache und auch das schwüle Wetter an diesem Tag, haben mich dazu veranlasst nach etwa 60 km spontan in die 14°C „warme“ Ostsee zu hüpfen. Weicher Sand, weit und breit kaum ein Mensch zu sehen und herrliches Wasser. Also raus aus den BIBs und rein ins kühle Nass. Das war die beste Pause überhaupt!

Campingplatz oder Shelter?

10 km vor Gedser am letzten möglichen Campingplatz, bei dem ich mir ein leckeres Eis gönnte, habe ich mich entschieden, es nun doch mal mit einem Shelter zu versuchen. Ich wollte die Erfahrung gern noch mitnehmen und direkt in Gedser gibt es einen Platz mit Toilette und sogar fließend (kaltem) Wasser. Diese Entscheidung sollte sich noch als goldrichtig herausstellen, denn gegen Abend gab es ein ordentliches Gewitter, bei dem ich mit dem kleinen Zelt wohl einigermaßen abgesoffen wäre.

Das Shelter jedoch bot besten Schutz vor Wind und Regen und es war eine tolle Erfahrung so offen in der Natur zu nächtigen.

Abreise und Fazit

Abreise

Am 7. Tag meiner Bikepacking-Reise durch Dänemark bin ich morgens nur noch die 1 oder 2 Kilometer zum Fährterminal gefahren und später in Rostock in die Bahn Richtung Berlin gestiegen.

In Schönefeld am BER bin ich raus und dann noch ungefähr 10 km nach Hause gefahren. Ich war stolz und glücklich, dieses Abenteuer bewältigt zu haben. Das Bikepacking-Fieber hat mich definitiv erwischt und bestimmt werde ich mal zwischendurch einen kleinen Overnighter einlegen und für’s nächste Jahr eine neue mehrtägige Reise planen.

Fazit

Geradezu überrascht hat mich, dass ich die Radreise körperlich so gut durchgestanden habe. Ich hatte mir vorsorglich Magnesium- und Schmerztabletten eingepackt, die ich aber beide nicht brauchte.
Das einzige Training, dass ich auf dem Rad hatte, war der Arbeitsweg von 2 x 15 km täglich. Offenbar hat das ausgereicht, um einem Muskelkater oder anderen Beschwerden vorzubeugen.

Ich denke, es ist wichtig, einigermaßen auf die Hygiene unterwegs zu achten, wenn man stundenlang in BIBs auf dem Sattel verbringt. Da ich, bis auf den letzten Abend, immer auf Campingplätzen übernachtet habe, konnte ich jeden Abend duschen und habe mir vorsorglich entzündungshemmende Zinksalbe auf die sensiblen Stellen geschmiert. So hatte ich keinerlei größere Beschwerden und auch kopfmäßig war es die reinste Erholung vom Alltag.

Bilder des 7. Tages

Meine Bikepacking-Tour als Komoot Collection

(Achtung: Ich habe die beiden Navifails nicht herausgenommen. Nur falls du die Tour nachfahren willst…)

Vor- und Nachteile beim Solo-Bikepacking

Vorteile

Wenn man allein unterwegs ist, musst du keine Rücksicht auf Mitreisende nehmen. Du fährst dein eigenes Tempo. Du machst Pause wann und wo du willst. Du wählst deine Strecke, wie es dir gerade in den Sinn kommt. Du übernachtest, wo du willst. Es sind keinerlei Absprachen nötig. Du steckst mit all deinen Sinnen in deinem ganz persönlichen Bikepacking-Abenteuer. Das ist die maximale Freiheit und ich habe das sehr genossen.

Nachteile

Natürlich gibt es auch Nachteile beim Solo-Bikepacking. Vielleicht findest du es langweilig, wenn du niemanden zum Unterhalten und Austauschen dabei hast. Das kann ich von mir nicht behaupten, aber ich bin auch eher introvertiert und die Smalltalks, die sich bei der Radreise mit Einheimischen und anderen Menschen ergaben, reichten mir persönlich völlig aus. Ich bin gern mal mit mir allein und empfinde das als sehr erholsam. Wer da anders drauf ist, sollte vielleicht lieber nicht allein fahren.

Wenn dir oder deinem Fahrrad unterwegs etwas passiert, hast du erstmal niemanden, der dir helfen kann. Du solltest dir im Zweifel selbst zu helfen wissen und auch entsprechend gut ausgerüstet sein. In einem dicht besiedelten Land wie Dänemark ist das aber auch kein großes Problem. Die nächste Ortschaft ist nie weit weg und so du kannst du auch auf die Hilfsbereitschaft der Einheimischen zählen.

Mein Fahrrad ist ein Canyon Grail CF, welches nicht unbedingt das ideale Rad zum Bikepacking ist, denn es hat keinerlei Anschraubpunkte für Taschen und der recht spezielle Hover-Bar (Doppeldecker-Lenker) ist auch nicht gerade dafür geschaffen, um dort Taschen anzubringen.
Das war für mich ein Grund, warum ich z.B. auf eine Küche verzichtet habe und mich stattdessen unterwegs über Supermärkte und Gastronomie versorgt habe. Wenn du zu zweit oder mit mehreren Leuten fährst, könnt ihr bestimmtes Gepäck untereinander aufteilen. So kann z.B. eine Person Werkzeug und Luftpumpe transportieren und jemand anderes führt das Kochgeschirr mit sich.

Was würde ich beim nächsten Mal anders machen?

Weniger Planung

Ich würde definitiv weniger planen, vor allem was die Strecke angeht. Ich bin fast jeden Tag von meiner Planung abgewichen, weil es sich unterwegs einfach so ergeben hat. Eine grobe Planung hätte hier völlig ausgereicht, was allerdings auch mit der für Bikepacker sehr guten Infrastruktur Dänemarks zusammenhängt.

Noch mehr Küste

Ich habe auf meiner Radtour sehr viel Zeit an der Küste verbracht, aber als Nordlicht kann ich davon tatsächlich nicht genug bekommen, sodass ich bei der nächsten Tour nach Möglichkeit noch mehr am Wasser langfahren würde. Ich liebe auch die kleinen maritimen Ortschaften, die man dabei entdecken kann. Lolland hätte mir bestimmt auch mehr Spaß gemacht, wenn ich statt quer durch einfach die Küste entlang gefahren wäre.

Bikepacking-Setup

Update: Mein Bikepacking-Setup stelle ich in diesem Beitrag detailliert vor. Was habe ich genau mitgenommen? Welche Bikepacking-Taschen habe ich verwendet? Wie zufrieden war ich mit meiner Ausrüstung? Meine komplette Bikepacking-Packliste inklusive Links zu den meisten verwendeten Produkten.

Eigene Gedanken oder Fragen?

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6 Antworten

  1. Super Bericht, vielen Dank.
    Ich war schon öfters an der Nordseeküste biken (auch auf den tollen MTB-Strecken dort). Du schreibst, dass evtl. der Wind stören könnte. Der Nordseeküstenradweg (zumindest die Teile, die ich mal gefahren bin) geht viel hinter den Dünen im Windschatten oder im Wald. Da der Wind oft aus Nordwest kommt, ist es vorteilhaft von Norden nach Süden zu fahren denke ich. Cool ist aber auch, dass man auch wenn es passt direkt am Strand fahren kann, direkt Wasserkante … super schön. und die Radwege durch die Dünenlandschaften sind umwerfend. Ride on

  2. Ein super Bericht über dein Bikepacking Abenteuer. Ich will auch damit anfangen. Taschen, Zelt und Schlafsack habe ich schon. Fand ich echt gut, deine Erzählung.

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